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Geschichte Kurort Rathen

Kurort Rathen in der Sächsischen SchweizDie Ursprünge der Rathener Besiedlung sind unbekannt. Nach archäologischen Funden, kann man sie wohl in der Zeit um 1200 n.Chr. annehmen.

Der erste urkundliche Nachweis stammt vom 29. November 1261. In jener Urkunde wurde ein Streit zwischen dem Bischof von Meißen und einigen Edelleuten, unter ihnen auch Theodericus de Raten, behandelt. Dass Rathen schon in früher Zeit zwei Burgen besaß (Alt- und Neurathen) erfahren wir aus einer Urkunde vom 06. März 1361.

Kurort Rathen in der Sächsischen SchweizDie hiesigen Geschlechter waren die Herren von Michelsberg, die Herren von der Duba und die Herren von der Ölsnitz. Nachdem der letzte Ritter von Rathen, Hans von der Ölsnitz, mit dem Königsteiner Vogte, Brun von der Pforte, in Streit geraten war, griffen die sächsischen Landesherren zu Gunsten des v.d. Pforte ein, belagerten Rathen ab 1467 und zerstörten die Burgen schließlich Ende Mai 1469. Danach wurde der Besitz als verwirktes Lehen eingezogen. Die ehemalige Herrschaft Rathen hat jedoch weiterhin, bis zum Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (1806), lehnsrechtlich zur böhmischen Krone gehört.

Ebenfalls sehr früh begann der Abbau des Sandsteins. Schon in einer Jahresrechnung des Dresdener Brückenmeisters aus dem Jahre 1388 sind Ausgaben für Steine aus Rathen verzeichnet. Die Steinbrecherei und die Schiffahrt bildeten bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine wesentliche Erwerbsquelle der hiesigen Einwohner. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts kamen ein verstärkter Hopfenanbau sowie der einsetzende Fremdenverkehr hinzu. Während ersterer nur kurze Zeit bestand, hat letzterer ständig an Bedeutung gewonnen. Um diesen Ansprüchen zu genügen, erfolgte der 1892 vorgeschlagene und 1934 verwirklichte Bau des Amselsees im Amselgrund, sowie die Errichtung der weithin bekannten Felsenbühne im Jahre 1936. Seit dem gleichen Jahre führt Rathen den Titel "Kurort". Die Schaffung eines "Naturschutzgebietes Bastei" erfolgte 1938.

BergsteigerIn Kriegszeiten blieb Rathen nicht verschont. Im Jahre 1639, während des Dreißigjährigen Krieges, fielen die Schweden in Sachsen ein, brannten dem Oberrathener Bauern George Krämer den Hof nieder und zogen nach Königstein weiter, um auch dieses schöne Städtchen in Schutt und Asche zu legen.

Als im Nordischen Krieg (1706) die Schweden erneut in Sachsen einmarschierten, flüchtete die Rathener Bevölkerung in die umliegenden Berge. Der Einwohner Christopf Hase hat eine diesbezügliche Inschrift auf der Burg Neurathen hinterlassen. Im Siebenjährigen Krieg wurde Rathen von den Preußen besetzt, welche Anfang Oktober 1756 eine Schiffsbrücke erbauten und somit die beiden Ortsteile Ober- und Niederrathen für einige Tage verbanden.

FährmannIm Herbst 1813, während der Napoleonischen Kriege, befanden sich kurzzeitig Franzosen im Ort und plünderten, was zu holen war. Doch die Einwohner hatten ihr Vieh in den umliegenden Höhlen versteckt, wie zum Beispiel Christian Gottlieb Hering in der nahen Vehmhöhle unterhalb der Bastei.

Älteste Gastwirtschaften sind das "Hotel Erbgericht" in Niederrathen (1470 erstmals erwähnt und Amtssitz des Lehnrichters), sowie "Ettrichs Hotel" in Oberrathen (erbaut 1851). Viele Gaststätten und Cafes folgten. Einige verschwanden wieder (Hotel "Armida" in Niederrathen oder "Cafe Marienhof" in Oberrathen), andere erstanden ein zweites Mal in völlig neuer Bausubstanz (Hotel "Amselgrundschlößchen" und Hotel "Elbschlößchen").

Die "Alte Mühle" im Amselgrund, als ehemalige Mahl- und Schneidemühle, hat ihren Ursprung wohl noch in der Burgenzeit. Der nahe gelegene "Mühlteich" staute das Wasser des Grünbaches und trieb damit das Mühlrad an. Von den Müllergeschlechtern war die Familie Kotte am längsten dort. (1791 bis 1903) Nach dem letzten Rathener Müller und Gemeindevorstand Friedrich Hermann Kotte (1833-1917) ist der "Kottesteig" oberhalb der Grünbachmündung benannt.

Kurort Rathen in der Sächsischen SchweizKirchlich war Rathen seit alter Zeit zu Königstein gepfarrt. Die in Oberrathen befindlichen religiösen Gemeinschaften in den Häusern "Felsengrund" und "Friedensburg" siedelten sich nach dem Ersten Weltkrieg in Rathen an. Einen eigenen Lehrer hatte Niederrathen schon 1680. Die Oberrathener Kinder gingen in die Weißiger Schule. Das Schulhaus in Niederrathen wurde 1874 erbaut und schloß seine Pforten im Jahre 1980.

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